SSD

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Snatsch
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SSD

Beitrag von Snatsch »

Hallo,
ich habe einen Raspi 4 mit 4GB. nun wollte ich von SSD Karte booten (Intenso Portable SSD Premium :) am USB 2.0 klappt es auch aber am 3.0 Anschluss geht es nicht :( Denn Bootlader hab ich geupdatet. Vieleicht hat von euch einer einen Tipp was ich verkehrt mache oder vergessen habe :?:
MfG Snatsch
openhab4.1.1 auf Pi 4 im Docker Portainer /Grafana&InfluxDB auf Pi 3 in Docker Portainer

verstanden
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Re: SSD

Beitrag von verstanden »

HI Snatch,

drei Fragen, die dir vielleicht helfen können:

* du hast beide USB3.0-Ports probiert?
* gibt es ein anderes USB3.0-Gerät, welches an dem von der SSD zu verwendenden Port funktioniert (oder eben auch nicht ;-) )?
* wie verbindest du die SSD mit dem Raspi - vermutlich kommt da ja ein Adapter zum Einsatz: könnte der Probleme haben/machen?

Gruß
Reinhard

UPDATE: Ich lese gerade deinen "Probleme mit Stromzufuhr"-Eintrag. Hat sich dieses Problem damit auch erledigt?

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Trashware
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Re: SSD

Beitrag von Trashware »

verstanden hat geschrieben:HI Snatch,

drei Fragen, die dir vielleicht helfen können:

* du hast beide USB3.0-Ports probiert?
* gibt es ein anderes USB3.0-Gerät, welches an dem von der SSD zu verwendenden Port funktioniert (oder eben auch nicht ;-) )?
* wie verbindest du die SSD mit dem Raspi - vermutlich kommt da ja ein Adapter zum Einsatz: könnte der Probleme haben/machen?

Gruß
Reinhard

UPDATE: Ich lese gerade deinen "Probleme mit Stromzufuhr"-Eintrag. Hat sich dieses Problem damit auch erledigt?
Ich hatte für kurze Zeit das oben genannte SSD-Modell. Mit einem Raspberry 4 am USB 3.0 Port kannst Du das vergessen. Eine Erklärung ist hier zu finden: https://forums.raspberrypi.com/viewtopic.php?t=245931
Das Ding wurde darüber hinaus extrem heiss und es ließ sich tatsächlich kein weiteres Gerät ohne under Voltage betreiben. Eine Samsung T7 löste alle Probleme.

jeff25
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Re: SSD

Beitrag von jeff25 »

Habe irgendwie immer wieder Probleme mit SSD´s in dem RPI. Gerade die "günstigen" geben relativ scnell den Geist auf leider

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udo1toni
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Re: SSD

Beitrag von udo1toni »

Wer billig kauft, kauft zweimal. ;)

Immerhin hat eine SSD im Gegensatz zu (Micro-)SD-Karten und USB-Sticks vernünftige Flash Controller.
openHAB4.1.1 stable in einem Debian-Container (bookworm) (Proxmox 8.1.4, LXC), mit openHABian eingerichtet

domjo75
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Re: SSD

Beitrag von domjo75 »

Auch wenn der Thread schon ein paar Tage alt ist, möchte ich doch meinen Senf dazu geben.

Ich hatte unlängst einen Crash meiner SSD.
Mir ist immer wieder mal aufgefallen, dass der Raspi nach einem Reboot nur unwillig hoch kam. Meinstens ging es dann irgendwann.
Letzten Montag um 22 Uhr dann nicht mehr.
Mangels Displays am Raspi sieht mach halt leider auch nicht was das Problem ist. Ich muss den immer erst umständlich im Büro anschliessen.

Ich hatte jahrelang ein FHEM auf Raspi laufen. Erst nen Raspi2, dann ein 3b und als ich zu Openhab gewechselt bin, ein Raspi 4.
Immer schön mit Sandisk SD Karte betrieben, nie Probleme gehabt. Ich glaube ich habe irgendwann mal eine neue Karte genommen, weil unter OPenhab der Speicher knapp wurde. Aber die erste Karte lief sicher 7-8 Jahre ohne Probleme.

Man ließt ja relativ oft, dass die SD-Karten das eher schlecht verkraften und man besser SSD´s nutzen soll.
Wie immer ist das Angebot an SSDs seeehr unübersichtlich und man versucht natürlich das Optimum zu kaufen.

Bei mir war es eine Intenso Portable SSD Business. An sich ja auch keine schlechte Marke, allerdings weiss man halt nie, was am Ende verbaut ist.
Lange Rede kurzer Sinn, meine Intenso hat also ein knappes 3/4 Jahr gelebt. Das ist schon wirklich hart.

Nun läuft der Raspi wieder mit einer SD von Sandisk und ich überlege wie ich dem nächsten Crash begegne. Ein regelmäßiges Backup von OH bringt auch nur bedingt Entspannung. Eigentlich müsste man sich einen regelmäßigen Clone der SSD erstellen.

LG

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udo1toni
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Re: SSD

Beitrag von udo1toni »

Grundsätzlich kann man bei jedem Hersteller ein Montagsgerät erwischen.
Weiterhin können ungünstige äußere Umstände für ein zu schnelles Ableben sorgen (z.B. schlecht stabilisierte Spannungsversorgung)
Und leider gibt es dann noch ein Problem, welches sehr real ist und erschreckend viele Käufer trifft, dass man eine Produktfälschung geliefert bekommt. Es spielt dabei keine Rolle, wo man einkauft, auch Großhändler bekommen Fälschungen geliefert, ohne das zu erkennen.
Und es ist nun nicht mehr so, dass man die Fälschung schon am falschen Logo erkennen kann. Selbst mit Software zur Erkennung kann eine Fälschung auch von Experten durchaus erst nach intensiver Suche erkannt werden, ein durchschnittlicher Anwender hat nur geringe Chancen, das rechtzeitig zu bemerken (zumal die Fälschung nicht mal schlechter sein muss als das Original).
Bleibt also tatsächlich die Erkenntnis, dass Datensicherung das A und O ist - und je wichtiger ein System (bzw. dessen Daten), umso mehr Aufwand kann man da treiben.
Was openHAB auf dem Pi betrifft, so gibt es mit ZRAM im openHABian Image eine gute Methode, das Wearout von SD-Karten sehr zuverlässig zu minimieren - mit dem Haken, dass bei einem nicht ordnungsgemäßen Shutdown halt veränderte Daten weg sind.

Nutzte ich einen Pi für openHAB, so sähe mein Aufbau folgendermaßen aus:
1. Pi mit UPS-HAT (stellt bei Stromausfall die Stromversorgung für eine kurze Zeit sicher). Das UPS-HAT bringt eine kleine Software mit, die auf dem Pi installiert wird. Sobald der Strom ausfällt, übernimmt die am HAT angeschlossene Batterie (wahlweise auch Akku) und die Software fährt den Pi ordnungsgemäß herunter. Kommt der Strom wieder, wird der Pi auch wieder automatisch gestartet.
2. SD-Karte für das Betriebssystem, allerdings nicht mit ZRAM geschützt sondern mit RO-Mount. Pferdefuß: Man muss zum Updaten und Ändern von Einstellungen einen Remount durchführen, und da es sich um die Systempartition handelt, geht das nur mit Neustart. Dafür ist die Karte aber quasi unzerstörbar.
3. kleine SSD, die für /var/log und andere variable Daten genutzt wird. Hierhin kann auch die openHAB Konfiguration ausgelagert werden.
4. Regelmäßiges Backup dieser SSD. Bei mir liefe das zwingend über ein NAS, welches dann die Daten mindestens täglich per Pull vom Pi abholt, z.B. per rsync - da werden Diffs übertragen, also nur der Teil der Daten, die sich seit dem letzten Mal geändert haben.

Ein UPS-HAT kostet etwa 40 €, billige Exemplare (reiner Batteriebetrieb, keine Echtzeituhr...) sind auch schon für die Hälfte zu haben.
Eine SD-Karte mit 16 GByte (viel kleiner bekommt man eh nicht mehr) ist vielleicht schon vorhanden.
Eine kleine SSD für die Daten kostet ebenfalls nur kleines Geld
Das Backup der Daten ist natürlich abhängig davon, wie man es realisiert, also vor allem auch abhängig davon, was vielleicht eh vorhanden ist. Der automatische Weg über Netzwerk auf ein anderes System (also z.B. NAS) ist aber sicher eine der besseren Optionen, weil man es ohne zusätzliche Risiken automatisieren, und damit die notwendige Disziplin auf ein Minimum reduzieren kann. :)
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