Frage 1: Wie hast Du openHAB ursprünglich aufgesetzt?
So oder so sollte es eigentlich möglich sein, das System in situ auf trixie (debian 13) upzugraden. Allerdings wird bei einem openHABian Image meist davon abgeraten (aber wenn das System bis auf die normalen Konfigurationsarbeiten "unangetastet" ist, sollte es auch damit keine Probleme geben).
Frage 2: Von welcher openHAB Version kommst Du?.
Bei einem "großen" Upgrade (also z.B. debian Versionssprung) ist es auf jeden Fall sinnvoll, ein vollständiges Backup der Daten vorzunehmen, also mittels
sudo openhab-cli backup --full ein Backup anfertigen und am besten auf einem Stick oder einer Netzwerkfreigabe auszulagern.
Nutzt Du noch andere Software auf dem Raspberry (mosquitto, zigbee2mqtt, InfluxDB, MariaDB usw.) musst Du auch für diese Software die Konfiguration und eventuelle volatile Daten sichern,
openhab-cli backup kümmert sich nur um die unmittelbare openHAB Konfiguration und mit dem Parameter
--full wird außerdem der Ordner
persistence mit gesichert (enthält rrd4j und mapdb Daten) - alles andere ist "Dein Bier"
Nach einem
sudo apt update && sudo apt -y full-upgrade sollten keine Pakete mehr übrig bleiben, die upgedatet werden müssen. Da bei dem Update auch openHAB auf die letzte Version des aktuell genutzten Zweigs upgedatet wird, ist es sinnvoll, danach nochmals openHAB zu starten, sich zu überzeugen, dass openHAB noch anständig läuft und ein weiteres Backup anzulegen.
Für das debian Upgrade führt Du anschließend diesen Befehl aus:
grep -rl bookworm /etc/apt/ | sudo xargs sed -i 's/bookworm/trixie/g'
Dieser durchsucht den Ordner /etc/apt/ incl. Unterordnern nach Dateien, in denen das Wort bookworm vorkommt und ersetzt jedes dieser Vorkommen durch das Wort trixie.
Anschließend führt Du ein weiteres Mal
sudo apt update && sudo apt -y full-upgrade aus.
Es empfiehlt sich, das Upgrade aus einer
screen Session heraus vorzunehmen (notfalls vorher per
sudo apt install screen installieren). Screen erzeugt ein eigenes Terminal, welches im Unterschied zur normalen Shell weiter läuft, falls die Session getrennt wird. Das kann schnell mal passieren, wenn eines der installierten Pakete die Verbindung auftrennt...
Screen startest Du übrigens einfach mittels
screen. Die Session kannst Du gezielt trennen, indem Du <strg>+<a> - <d> drückst (also die ersten beiden Tasten gemeinsam, danach im Anschluss die dritte Taste). Mit einer laufenden Session kannst Du dich mittels
screen -r verbinden, Du musst lediglich darauf achten, dass der User der gleiche ist, mit dem die ursprüngliche Session gestartet wurde.
Sollte es mehrere aktive Sessions geben, musst Du beim Aufruf noch angeben, zu welcher der Sessions Du Dich verbinden möchtest

das verrät Dir screen aber selbst, falls nötig...
Zurück zum Upgrade... Es werden größenordnungsmäßig 600 Pakete installiert, dauert also etwas. Es kann sein, dass zwischendurch Nachfragen kommen, weil einzelne Konfigurationsdateien nicht dem Auslieferungszustand entsprechen, es ist also sinnvoll, ab und zu mal nachzuschauen
Ganz wichtig: beim Upgrade von bookworm auf trixie wird der network manager angefasst. Dadurch geht die WLAN Verbindung verloren und wird auch nicht mehr aufgebaut. Es ist also essenziell, dass Du entweder direkt an der lokalen Konsole arbeitest (Tastatur und Bildschirm direkt am Raspberry) oder der Raspberry zumindest über LAN mit Deinem Netzwerk verbunden ist. Es gibt mit Sicherheit eine Möglichkeit, dieses Problem elegant zu umschiffen, ich habe dazu aber keinen Tipp, ich arbeite mittels LAN um dieses Problem herum
Nach dem Upgrade ist ein Neustart fällig, weil der Kernel ausgetauscht wurde.
Trixie bringt OpenJDK21 mit, das wird allgemein bevorzugt genutzt, einfach weil es der Standard unter debian trixie ist. Es ist aber möglich, dass weiterhin Temurin aktiv ist, das müsstest Du dann selbst austauschen (oder auch nicht...).
NodeJS wird für openHAB selbst nicht benötigt - zumindest nicht, wenn Du keine zusätzlichen Komponenten einrichtest, welche NodeJS voraussetzen.
Kann sein, dass openHABian NodeJS verwendet, ich weiß es nicht. Ich bin inzwischen von openHABian abgekommen, weil es für mich keinerlei Zusatznutzen hat, seit openHAB eine "eigene" log-Webschnittstelle mitbringt (ich nutze aber auch keinen Raspberry für mein openHAB).
Sollte beim Upgrade etwas grandios schief gehen, kannst Du (dank des zuvor gesicherten Backups) die openHAB Konfiguration in einem neu aufgesetzten openHAB System einspielen. Aber: ein Full Backup sichert wesentlich mehr als nur Konfiguration und interne Persistence, weshalb die Restore openHAB-Version identisch zur Backup openHAB-Version sein muss. Ist das nicht der Fall, musst Du zwingend unmittelbar nach dem Restore (und bevor openHAB gestartet wird) mittels
sudo openhab-cli clean-cache && sudo openhab-cli reset-ownership eine Bereinigung um die überzähligen Daten vornehmen. Der erste Befehl entfernt alle im Cache befindlichen Bindings, so dass sie beim nächsten Start neu geladen werden müssen. Der zweite Befehl ist immer eine gute Idee, er stellt sicher, dass alle Dateien und Ordner dem User gehören, unter dem openHAB läuft, so dass es nicht zu Problemen mit der Schreib-/Leseberechtigung kommt.
So, eine Menge Text

aber eigentlich ist es nicht weiter wild...