Also, wenn es sich um eine "richtige" PV-Anlage handelt

(man verzeihe mir den Begriff), dann ist ohnehin ein Wechselrichter verbaut, der die Einspeisung abregeln kann (abhängig vom Energieversorger, hier z.B. max. 70 % bei einer Anlage bis 10 kW) und dazu muss der Wechselrichter den Eigenverbrauch ohnehin recht genau kennen.
Ich habe hinter dem EVU-Zähler noch zwei weitere Zähler. Die Verschaltung ist dann folgendermaßen:
PV.png
Natürlich fehlt da alle mögliche, also z.B. Trennvorrichtungen, Mittel- und Feinschutz, drei Phasen... Der Punkt ist aber, dass wir drei Zähler+ haben.
- EVU misst getrennt in zwei Richtungen (auslesbar mittels SML)
- Verbrauchszähler misst den Gesamtverbrauch, unabhängig von der Quelle (also ob selbst produziert oder aus dem EVU Netz) und gibt seine S0-Impulse an den Wechselrichter weiter.
- Der Wechselrichter hat einen internen Produktionszähler und weiß über den Zwischenzähler, welcher Anteil eingespeist wird.
- Der dritte Zähler ist für die zweite Wohnung (eigentlich komplett unnötig, aber hier vorgeschrieben).
Ich werte den Unterzähler, den EVU Zähler sowie den internen Zähler des Wechselrichters aus, wobei der EVU-Zähler inzwischen dank SML im Sekundentakt mit einer Auflösung von 0.1 Wh (oder 360 Ws) liefert. Der Verbrauchszähler liefert mit 1 Wh Genauigkeit, ebenso wie der Unterzähler.
Die Zähler laufen bei mir aus historischen Gründen in volkszähler.org auf, dort sammle ich auch die Daten des Gaszählers ein. Für den Wasserzähler habe ich leider momentan keine Lösung, der ist inzwischen elektronisch und hat keine Schnittstelle außer dem Display (Shame! Wer macht sowas?) - Ein Kamera Modul wäre sicher möglich, scheitert momentan aber an Bauteilemangel...
Die Zähler sind alle so vorgeschrieben und "ehda", warum sollte ich also noch weitere Messeinrichtungen installieren?
Ach so... natürlich habe ich diverse Zwischenstecker mit Leistungsmessung, die eigentlich eher für das Fernschalten gedacht sind - Leistungsmessung ist eher ein Abfallprodukt. Die Daten sammle ich natürlich auch ein, weil sie ebenfalls "ehda" sind. Man kann damit hübsche Graphen zaubern und weiß dann evtl., warum die Stromrechnung so hoch ist, viel mehr kommt dabei aber nicht rum.
Ich habe auf die Kleinunternehmerregelung verzichtet - damit kann man dann die Anlage direkt komplett absetzen und bekommt die Mehrwertsteuer erstattet (Achtung, zählt als Unternehmensgewinn), aber ich habe auch noch eine garantierte Einspeisevergütung von knapp 13 ct/kWh.
Inzwischen lohnt es sich wohl eher, die Anlage als "Liebhaberei" laufen zu lassen, womit man dann keinen Gewinn versteuern muss.
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